Praktische Tipps zum Energiesparen im Alltag

Natürlich wissen auch wir, wie schwer es sein kann, eingefahrene und liebgewonnene Verhaltensweisen zu verändern. Allerdings: Es lohnt sich! Denn Sie erzielen gleich einen doppelten Gewinn:  Mit nur wenigen Kniffen lassen sich einige Hundert Euro pro Jahr an Energiekosten sparen, die Sie dann für den ein oder anderen Extrawunsch zur Verfügung haben. Und gleichzeitig verringern Sie signifikant die freigesetzte Menge an CO² und tragen so aktiv zu dem Schutz unseres Klimas bei. 

Wir zeigen Ihnen an welchen Stellen Sie etwas tun können: 

  • Energiesparlampen leuchten ein
    Wussten Sie, dass Energiesparlampen bis zu 80% weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen verbrauchen und außerdem viel länger halten? Achten Sie deshalb darauf, dass bei Ihnen zu Hause alle Lampen dabei helfen, Energie zu sparen. Diese Leuchten sind zwar in der Anschaffung etwas teurer als Glühbirnen, aber es rechnet sich.

Hier ein Beispiel:

Eine Energiesparlampe mit einer Leistung von 7 Watt und einer täglichen Benutzungsdauer von ca. 3 Stunden verursacht bei einem Strompreis von durchschnittlich 18 Cent/kWh Jahreskosten in Höhe von 1,38€ und erzeugt 4,72 kg CO². Benutzen Sie hingegen eine normale Glühbirne mit eine Leistung 60 Watt schießen Ihre Stromkosten gleich auf 11,83€ pro Jahr und Sie erzeugen einen CO² Ausstoß von 40,47 kg.

Jetzt rechnen Sie mal nach wie viele Glühbirnen sich in Ihrem Haushalt befinden!

  • Kopf an, Geräte aus!
    Wer clever ist, spart Strom und schaltet alle Geräte aus, bevor er für längere Zeit aus dem Zimmer geht: Licht aus, Musikanlage und Fernseher aus, Computer und Monitor aus!
  • Vorbei mit Stand-by!
    Das Gerät sieht ausgeschaltet aus – ist es aber nicht. Die vielen kleinen Stromfresser, die permanent an der Steckdose hängen, gehören zu den größten Energieverbrauchern im Haushalt. Kaum merklich ziehen sie Strom, um ein wenig Bequemlichkeit zu gewinnen. In typischen 4-Personenhaushalten liegt der Standby-Verbrauch bei 50--100 Watt. Deshalb: Stromfresser komplett ausschalten oder den Netzstecker ziehen!

Auch hier wieder ein Beispiel:

Sie haben Ihren TV, die Musikanlage, den Videorekorder oder DVD-Player, und eventuell noch einige Handyladekabel an der Steckdose dann sind Sie ganz schnell bei ca. 75 Watt Verbrauch aller Geräte.

Das kostet Sie im Jahr 118,26€ und erzeugt 341,64 kg CO²!

  • Freie Fahrt für Heizungsluft!
    In kalten Jahreszeiten sollten Sie darauf achten, dass sich die Heizungsluft über den Heizkörpern frei ausbreiten kann. Hindernisse wie Betten, Regale oder Vorhänge „schlucken“ zu viel Wärme!
  • Kopf und Zimmer kurz durchlüften
    Lüften Sie kurz, aber gründlich. Immer die Fenster offen zu halten und so die Atmosphäre mitzuheizen, ist reine Energieverschwendung! Deshalb im Winter: Heizung abschalten, zehn Minuten richtig durchlüften und verbrauchte Luft abziehen lassen. Anschließend wieder Fenster schließen und Heizung andrehen.
  • Dusche statt Wanne!
    In der Badewanne ist es immer warm und gemütlich, aber um weniger Energie zu verbrauchen, sollten Sie duschen statt zu baden. Denn für ein Duschbad muss meistens viel weniger Wasser erhitzt werden als für ein Wannenbad. Außerdem können Duschprofis viel kostbares Trinkwasser einsparen.
  • Klug statt kläglich kaufen
    Sind die Waschmaschine oder der Geschirrspüler kaputt? Denken Sie bei der Neuanschaffung daran, dass sie nicht nur auf den Kaufpreis, sondern auch auf den Wasser- und Energieverbrauch achten sollten. Das schont die Umwelt und ist langfristig sparsamer.
  • Vollbeschäftigung für Maschinen
    Spül- und Waschmaschinen mögen es, wenn sie richtig was zu tun haben und nicht unterfordert werden. Daher sollten die Maschinen erst angestellt werden, wenn sie komplett gefüllt sind. Auch so können Sie daheim viel Strom und Wasser sparen.

Kühlschrank nicht offen lassen
Erst nachdenken, dann Tür aufmachen – denn immer wenn der Kühlschrank oder Eisfach geöffnet wird, geht in den Geräten Kälte verloren. Die richtige Kühltemperatur wieder herzustellen, kostet viel Strom – und damit Geld.

Kühl- und Gefriergeräte:
Geräte möglichst in ungeheizten Räumen aufstellen.
Erhitzte Lebensmittel erst abkühlen lassen, bevor Sie diese einfrieren.
Je tiefer die Temperatur, umso mehr Energie muss aufgewendet werden, um sie zu halten. (Optimale Temperaturen sind 5-7 Grad im Kühlschrank und minus 18 Grad im Gefrierfach.)

Herde:
Beim Kochen die Töpfe und Pfannen mit Deckeln verschließen. Ohne Deckel entweichen Wärme und Wasser, der Vorgang dauert länger und Sie verbrauchen mehr Energie.
Nicht mehr Wasser als nötig erhitzen. Zum Garen genügen wenige Zentimeter Wasser.
Schnellkochtöpfe sparen beim Kochen bis zu 50 Prozent Energie.
Gasherde kochen wesentlich umweltfreundlicher als Elektroherde.

Waschmaschinen & Trockner:
Immer voll beladen betreiben.
Möglichst mit niedriger Temperatur waschen (normal verschmutzt bei 60 statt 95 Grad).

Alternative zum Wäschetrockner:
Durch einen 25-Watt-Ventilator (Anschaffung etwa 10 Euro) die Luft zwischen der aufgehängten Wäsche bewegen, Wäsche in der Waschmaschine gut schleudern lassen.

Glühlampen:
So genannte Kompakt-Leuchtstofflampen können dort eingesetzt werden, wo das Licht nicht nur kurzfristig gebraucht wird.